Die Warriors schnappen sich in der ersten Runde Yaxel Lendenborg, der direkt mit einem Geständnis aufhorchen lässt. Auch die Entscheidung für ihn ist bei den Dubs wohl nicht unumstritten.
Die Golden State Warriors haben sich beim NBA Draft 2026 mit dem elften Pick die Dienste von Yaxel Landeborg gesichert. Der zukünftige Rookie machte auf seiner ersten Pressekonferenz für sein neues Team jedoch allerdings direkt klar, dass er früher vor allem den Cleveland Cavaliers die Daumen gedrückt hat. Seine Unterstützung galt insbesondere seinem Lieblingsspieler Kyrie Irving, der sich gemeinsam mit LeBron James über Jahre hinweg mit den Warriors duellierte.
Dementsprechend galt für den jungen Landeborg: «Ich habe Steph Curry gehasst!» Curry entschied als Superstar der Warriors drei von vier Finals gegen Irving und die Cavs für sich.
Mittlerweile kann sich Lendenborg mit dem Gedanken anfreunden, gemeinsam mit dem «Chefkoch» aufzulaufen: «Dass ich nun tatsächlich mit ihm in einem Team spielen darf und so viel von ihm lernen kann, bedeutet mir viel.» Im Rahmen des Play-In-Duells gegen die Los Angeles Clippers konnten sich die beiden vor zwei Monaten erstmals austauschen und plauderten bei Lendeborgs Warriors-Workout in der letzten Woche erneut miteinander: «Er ist ein großartiger Kerl und ein aufrichtiger Mensch. Es wird mir eine Ehre sein, seine Leistungen live miterleben zu dürfen. Ich freue mich also sehr darauf.»
Kaum hatte Lendeborg seine damalige Abneigung gegen Curry abgelegt und gegenüber der Presse wieder eingefangen, musste er jedoch noch schnell gegen die nächste Franchise-Legende sticheln. «Ich weiß, dass er am College für Michigan State gespielt hat und das gefällt mir nicht so gut», sagte Lendenborg, der zuletzt für die Michigan Wolverines aufgelaufen war, über Draymond Green. Die College-Rivalität hat er dabei nicht vergessen: «Ich hasse diese Typen! Ich war zwar nur für ein Jahr da, aber ich hasse sie auf jeden Fall.»
In der NBA möchte er sich jedoch versöhnlich zeigen. Der Forward machte direkt klar, dass er auf seine Trikotnummer 23 verzichten wird, damit Green diese weiterhin tragen kann. Zudem freute er sich darauf, von einem der besten Verteidiger der Liga zu lernen.
Lendenborg-Pick sorgte intern für Diskussionen

Lendeborg hatte schon überlegt, am Draft 2025 teilzunehmen, doch entschied sich für einen Wechsel nach Michigan. Mit den Wolverines gewann er die Meisterschaft und wurde mit 15,1 PPG, 6,8 RPG und 3,3 APG als Big Ten Player of the Year ausgezeichnet. In dieser Zeit steigerte er sich von einem Wackelkandidaten der ersten Runde zu einem Lottery-Pick. Den Leistungssprung hatte er seinem damaligen Coach Dusty May, der in der kommenden Saison bei den Dallas Mavericks an der Seitenlinie stehen wird, zu verdanken: «Als Dusty mich rekrutiert hat, hat er mir versprochen, mich zu einem Lottery-Pick zu entwickeln. Tatsächlich hat er genau das geschafft.»
Seine Auswahl war bei den Warriors allerdings umstritten. Die Dubs sollen angeblich vor allem auf Brayden Burries geschielt haben, der Golden State jedoch mit dem zehnten Pick der Milwaukee Bucks direkt vor der Nase weggeschnappt wurde. Die Fernsehbilder zeigten anschließend wilde Diskussionen der Warriors-Verantwortlichen, die überlegten ihren Pick per Trade abzugeben.
Warriors owner Joe Lacob and GM Mike Dunleavy appear to disagree on what to do with the pick 😅 pic.twitter.com/LGKd0hvQav
— NBACentral (@TheDunkCentral) June 24, 2026
«Wir haben über den besten Golfplatz in San Francisco diskutiert und er hat mir nicht zustimmen wollen», versuchte GM Mike Dunleavy die lebhafte Debatte mit Owner Joe Lacob herunterzuspielen. Kurz darauf räumte er jedoch ein, dass Trade-Optionen der wahre Inhalt der Streits waren und Lacob immer unruhiger wurde: «Letztendlich waren wir und aber alle einig, dass wir uns für Yaxel entscheiden.»
Dass ihr Top-Pick vor seinem ersten NBA-Spiel schon 24 Jahre alt sein wird, war für Dunleavy kein Draft-Hindernis: «Wie alt ist er? 23? Fast 24? Ich mache mir keine Sorgen, denn er ist ja nicht 38.» Die Dubs brauchen vielmehr Spieler, die sofort abliefern können. Curry ist bereits 38 Jahre alt, Green 36. Nachdem die Dubs in den letzten Jahren mit fatalen Draft-Entscheidungen den letzten großen Tanz ihrer Helden verspielten, sollen nun die Kräfte für einen letzten Run gebündelt werden.
NBA Draft 2026: Die Picks der ersten Runde in der Übersicht
| Pick | Team | Spieler | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| 1 | Wizards | AJ Dybantsa | — |
| 2 | Jazz | Darryn Peterson | — |
| 3 | Grizzlies | Cameron Boozer | — |
| 4 | Bulls | Caleb Wilson | — |
| 5 | Clippers | Keaton Wagler | via Pacers |
| 6 | Nets | Mikel Brown Jr. | — |
| 7 | Kings | Darius Acuff Jr. | — |
| 8 | Hawks | Kingston Flemings | via Pelicans |
| 9 | Mavericks | Morez Johnson Jr. | — |
| 10 | Bucks | Brayden Burries | — |
| 11 | Warriors | Yaxel Lendeborg | — |
| 12 | Thunder | Aday Mara | via Clippers |
| 13 | Heat | Nate Ament | Trade zu Bucks |
| 14 | Hornets | Hannes Steinbach | — |
| 15 | Bulls | Dailyn Swain | via Blazers |
| 16 | Grizzlies | Bennett Stirtz | Trade zu Thunder |
| 17 | Thunder | Ebuka Okorie | Trade zu Pistons via Grizzlies |
| 18 | Hornets | Christian Anderson Jr. | von Magic via Suns |
| 19 | Raptors | Allen Graves | — |
| 20 | Spurs | Jayden Quaintance | via Hawks |
| 21 | Pistons | Karim Lopez | Trade zu Grizzlies |
| 22 | 76ers | Labaron Philon Jr. | von Rockets via Thunder |
| 23 | Hawks | Zuby Ejiofor | via Cavaliers |
| 24 | Knicks | Cameron Carr | Trade zu Lakers |
| 25 | Lakers | Sergio De Larrea | Trade zu Mavericks via Knicks |
| 26 | Nuggets | Tarris Reed Jr. | Trade zu Spurs |
| 27 | Celtics | Chris Cenac Jr. | — |
| 28 | Timberwolves | Joshua Jefferson | Trade zu Nets |
| 29 | Cavaliers | Alex Karaban | Trade zu Kings |
| 30 | Mavericks | Koa Peat | Trade zu Suns via Knicks |

