Weil Nationalstürmer Deniz Undav bei der WM historisch abliefert, verspricht sein Stuttgarter Lieblings-Dönerladen jedem Kunden bei einem weiteren Treffer einen Gratis-Döner per Gutschein.
Das «Kebaphaus am Feuersee» ist der Stamm-Imbiss des VfB-Profis und hat nun für das Turnier eine außergewöhnliche Aktion ins Leben gerufen. Ladenbesitzer Ali Abdi ließ gegenüber Sky verlauten: «Deniz mag unseren Döner. Jeder Kunde, der im Laden ist, wenn Deutschland spielt und Deniz trifft, bekommt einen Döner von uns aufs Haus.»
Da die Begegnungen der deutschen Mannschaft erst nach 22 Uhr angepfiffen werden, verteilt das Team die Gratis-Mahlzeiten zwar nicht direkt über die Ladentheke, stellt aber für jeden anwesenden Fan einen Gutschein aus.
«Wir sind natürlich für Deutschland. Es ist eine Ehre für uns, dass mit Deniz Undav ein jesidisch-kurdischer Spieler für Deutschland bei der Weltmeisterschaft spielt», sagt Besitzer Abdi. «In 56 Minuten hat er jetzt drei Tore und zwei Vorbereitungen, er ist momentan einer der besten Spieler der WM.»
Undav-Döner: «Deniz isst mit viel Scharf»

Abdi, der vor 17 Jahren aus dem Irak nach Deutschland kam, überträgt mit seinen Kollegen die Partien live auf der hauseigenen Restaurant-Terrasse. Wer sich dort kulinarisch am Nationalspieler orientieren möchte, benötigt allerdings einen robusten Magen. Der Torjäger bevorzugt seine Mahlzeit extrem feurig.
«Deniz isst mit viel Scharf», verriet Abdi. Die Basis des «Undav-Style»-Döners bilden 140 Gramm fettarmes Fleisch aus der Färsen-Hochrippe, das laut dem Besitzer besonders konstant im Geschmack ist. «Dann kommt Sauce, dann sehr viel Scharf. Deniz isst mindestens drei Löffel, damit alles bedeckt ist. Danach kommen Zwiebel, Salat, Tomaten und ein paar Tropfen Zitrone.»
Undav jagt Marke von Gerd Müller
Undav verzückte bislang bei der Weltmeisterschaft die Massen. Der Stuttgarter Angreifer thront an der Spitze der WM-Scorerliste — und ist dort in bester Gesellschaft. Gemeinsam mit Superstar Lionel Messi führt der 29-Jährige das Klassement an. Fünf Torbeteiligungen gelangen Undav in gerade einmal 56 Spielminuten.
Sollte sein Lauf im anstehenden Duell gegen Ecuador anhalten, winkt ein Eintrag in die Geschichtsbücher. Seit Beginn der detaillierten Datenerfassung im Jahr 1966 ist dieses Kunststück nämlich nur einer absoluten Ikone gelungen: dem legendären Gerd Müller.
Der «Bomber der Nation» schaffte es als bislang einziger Akteur, in seinen ersten drei WM-Einsätzen auf einen Schnitt von mindestens zwei Torbeteiligungen pro Partie zu kommen. Trifft oder assistiert Undav nun gegen die Südamerikaner erneut im passenden Rhythmus, zieht er mit dem ewigen Torjäger gleich.

