Вт. Июн 23rd, 2026

Nach Schock-Aus in der Gruppenphase: Türkei droht bei der WM bitteres Paradoxon

Für die Türkei könnte das Aus bei der Weltmeisterschaft in Nordamerika womöglich noch bitterer werden.

Nach den Niederlagen gegen Australien (0:2) und Paraguay (0:1) in den ersten beiden Gruppenspielen steht das vorzeitige Ausscheiden der türkischen Nationalmannschaft bereits fest. Dass die Mannschaft von Vincenzo Montella die K.o.-Phase verpasst, hängt auch mit einer Regeländerung im Turniermodus zusammen — und genau diese macht die Situation besonders bitter.

Ein hypothetisches Szenario von The Athletic verdeutlicht das: Gewänne die Türkei ihr letztes Gruppenspiel gegen die USA mit 2:0 und würde Paraguay gleichzeitig mit 0:2 gegen Australien verlieren, hätten beide Teams drei Punkte auf dem Konto. Trotzdem bliebe die Türkei Tabellenletzter der Gruppe. Grund dafür ist die neue Regel, nach der bei Punktgleichheit zunächst der direkte Vergleich und nicht mehr die Tordifferenz entscheidet. Da Paraguay das direkte Duell mit der Türkei gewonnen hat, würde es vor den Türken platziert bleiben.

Dabei hätte die Türkei in diesem Fall sogar die deutlich bessere Tordifferenz. Die Mannschaft käme auf -1, Paraguay hingegen auf -4. Laut Berechnungen von The Athletic hätte eine Mannschaft mit drei Punkten und einer Tordifferenz von -1 eine Wahrscheinlichkeit von 83 Prozent, als einer der besten acht Gruppendritten das Sechzehntelfinale zu erreichen. Ein Team mit einer Tordifferenz von -4 hätte dagegen nur eine Chance von rund 32 Prozent.

Arda Güler über WM-Aus: «Es ist beschämend»

Arda Güler über WM-Aus:

Es wäre also eine äußerst kuriose Konstellation: Die Türkei hätte die besseren statistischen Voraussetzungen für ein Weiterkommen, würde aufgrund des direkten Vergleichs aber dennoch hinter Paraguay bleiben. Am Ende hilft all das jedoch nicht weiter.

Für die Türkei, die mit großen Erwartungen in das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada gestartet war, endet die dritte WM-Teilnahme nach 1954 und 2002 damit in einer herben Enttäuschung. An den historischen Erfolg von 2002, als die Türken den dritten Platz belegten, konnten sie diesmal nicht einmal annähernd anknüpfen. «Wir sind richtig, richtig traurig, es ist auch beschämend. Wir entschuldigen uns bei unserem Volk. Wir weinen in der Kabine. Wir müssen alles tun, um das wieder gutzumachen», erklärte Superstar Arda Güler von Real Madrid das Aus.

«Es gibt kein Problem innerhalb der Mannschaft. Auf dem Platz haben wir es einfach nicht geschafft. Wir konnten die Dinge, die wir uns vorgenommen hatten, nicht umsetzen. Wir hatten unsere Chancen. Wir werden alles tun, damit dieses Turnier in Vergessenheit gerät», so Güler bei TRT Spor weiter.

By Callum Henshaw

Callum Henshaw, based in Bristol, England, is a sports journalist hooked on Juventus. From match breakdowns to transfer buzz, he delivers sharp, fan-focused takes on the Bianconeri.

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