Пт. Июн 26th, 2026

«Das ist mir zu plakativ»: Einen Vorwurf räumt Julian Nagelsmann nach Deutschlands Niederlage gegen Ecuador sofort ab

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat sich nach Deutschlands 1:2-Niederlage gegen Ecuador zu zwei Aufreger-Szenen der Partie geäußert. Zudem erstickte er Unkenrufe über fehlende Motivation bei seinen Spielern im Keim.

«Kann man abpfeifen», gab Nagelsmann im Anschluss an den Vorrundenabschluss bei der ARD mit Blick auf das umstrittene Führungstor des DFB-Teams zu.

In der Entstehung des Treffers von Leroy Sane in der 2. Minute hatte Aleksandar Pavlovic Ecuadors Pedro Vite mit sehr hohem Bein am Kopf getroffen, Schiedsrichterin Tori Penso pfiff allerdings kein Foul und auch der VAR schaltete sich nicht ein – eine Entscheidung, die unter anderem den ehemaligen Bundesligaschiedsrichter Lutz Wagner verwunderte.

Nagelsmann sprach mit Blick auf einen anderen Aufreger derweil von «ausgleichender Gerechtigkeit» und hatte dabei den nach VAR-Eingriff zurückgenommenen Elfmeter für Deutschland zu Beginn der zweiten Halbzeit im Hinterkopf: «Ich glaube nicht, dass der Spieler da zwei Minuten liegen bleiben muss. Für mich war das keine klare Fehlentscheidung.»

Nach einem fragwürdigen Foul an Kai Havertz im Strafraum hatte Penso zunächst auf den Punkt gezeigt. Nach Ansicht der Videobilder revidierte sie ihre Entscheidung jedoch, weil der deutsche Angriff, der zum vermeintlichen Strafstoß führte, von einem Foulspiel Sanes an Vite an der Mittellinie eingeleitet worden war. Der Ecuadorianer war dabei theatralisch zu Boden gegangen.

Deutschland baut nach gutem Start gegen Ecuador ab

Deutschland baut nach gutem Start gegen Ecuador ab

Deutschlands frühe Führung hielt nicht lange, in der 9. Minute glich Nilson Angulo aus. «Wir hatten einen super Start. Leider haben wir direkt nach dem Tor angefangen, Harakiri bei der Positionierung zu machen. Dann wird es schwer», analysierte Nagelsmann bei MagentaTV.

Das DFB-Team stand schon vor der Partie als Gruppensieger fest und war damit bereits sicher in der K.o.-Phase. Motivationsprobleme sah der Bundestrainer deshalb allerdings nicht: «Nein, bitte hört auf! Quatsch, ehrlich! (…) Ich kann aber auch von keinem meiner Spieler sagen, dass er nicht Gas gegeben hat. Das ist mir zu plakativ», so Nagelsmann.

Ecuador kaufte Deutschland in Hälfte zwei mehr und mehr den Schneid ab und belohnte sich in der 78. Minute in Person von Gonzalo Plata mit dem 2:1-Siegtreffer. Durch den Dreier schaffen es die Südamerikaner als einer der acht besten Gruppendritten doch noch in die K.o.-Phase.

Kimmich trotz Niederlage optimistisch: «… dann können wir jeden schlagen»

«Wir laden den Gegner mit Ballverlusten immer wieder ein, machen ihn dadurch stark. In der zweiten Halbzeit war es dann eine verdiente Niederlage», gab Deutschlands Kapitän Joshua Kimmich bei der ARD zu. Der Bayern-Star betonte mit Blick auf den weiteren Turnierverlauf aber auch: «Wir müssen die Ballverlust-Quote minimieren, dann können wir jeden schlagen.»

Im Sechzehntelfinale trifft das DFB-Team am kommenden Montag auf einen Gruppendritten. Der Gegner steht noch nicht fest, die aktuell wahrscheinlichste Option wäre Paraguay. In einem möglichen Achtelfinale könnte es zu einem Kracher gegen Frankreich kommen.

Deutschland als Gruppensieger weiter: Die Abschlusstabelle in WM-Gruppe E

Deutschland als Gruppensieger weiter: Die Abschlusstabelle in WM-Gruppe E

Platz

Land

Spiele

Tore

Punkte

1

Deutschland

3

10:4

6

2

Elfenbeinküste

3

4:2

6

3

Ecuador

3

2:2

4

4

Curacao

3

1:9

1

By Callum Henshaw

Callum Henshaw, based in Bristol, England, is a sports journalist hooked on Juventus. From match breakdowns to transfer buzz, he delivers sharp, fan-focused takes on the Bianconeri.

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