Пт. Июн 26th, 2026

«Das fehlt mir so ein bisschen bei uns»: Thomas Müller benennt schonungslos den großen Unterschied zwischen dem DFB-Team und Argentinien

Die Rio-Weltmeister Thomas Müller (36) und Mats Hummels (38) haben klare Worte zur Leistung der deutschen Nationalmannschaft bei der enttäuschenden 1:2-Niederlage gegen Ecuador am letzten Vorrundenspieltag der WM 2026 gefunden.

Bei MagentaTV analysierten sie die Problemzonen der Elf von Bundestrainer Julian Jagelsmann (38), die vor allem in der zweiten Halbzeit große Probleme in der Defensive offenbart hatte.

Müller betonte zunächst, dass es zwar «ein Gruppenspiel, in dem es um nichts mehr ging», gewesen sei. Dennoch zog er einen Vergleich zur Spielweise von Weltmeister Argentinien, den er zuletzt beim 2:0-Sieg gegen Österreich live erlebt hatte.

Müller begann seinen Monolog: «Was mir so ein bisschen aufgefallen ist, wenn man es vergleicht mit der argentinischen Mannschaft. Da siehst du einfach: Wenn Argentinien keine Torchance bekommen will gegen sich, dann bekommen sie auch keine. Da sagt hinterher keiner: ‘Wow, haben die die Sterne vom Himmel gespielt.'»

Müller über Argentinien: «Die sind einfach auf einem abgezockteren Level unterwegs»

Müller über Argentinien:

Argentinien sei aber «einfach von der Mannschaft, von den individuellen Spielern und den Profilen so abgezockt, die können Spiele verwalten und das Tempo diktieren. Und das fehlt mir so ein bisschen bei uns.»

Insbesondere viele Ballverluste, die zu großer Unordnung in der Rückwärtsbewegung führten, hätten das DFB-Team nach zwei Siegen zum Auftakt in das Turnier verunsichert. «Es herrscht nicht unbedingt eine Einigkeit», so Müller, der auch «plakativ von Naivität» sprach: «Wir spielen dann da so immer in unser Talent rein. Wenn ich Argentinien als Beispiel nenne, das ist natürlich auch der aktuelle Weltmeister. Die sind einfach auf einem abgezockteren Level unterwegs.»

Mats Hummels: «Das ist ein bisschen einfach auch eine Charakterfrage»

Hummels, einst Innenverteidiger, wurde gefragt, wie er dem Kontrollverlust während des zweiten Durchgangs auf dem Feld versucht hätte, entgegenzuwirken. «Ich hätte auf jeden Fall, wenn es für den Trainer okay gewesen wäre, versucht, wieder weiter vorne ins Pressing zu gehen und sich nicht zu tief fallen zu lassen», führte der langjährige Spieler von Borussia Dortmund und Bayern München aus. Denn: «Du kannst auch gegen den Ball spielen und beherrschen und dominieren und vorne angreifen. Wenn das nicht der Fall ist, ist das Mindestmaß, dass du diese Aktivität wieder herstellst.»

Diese habe er vermisst. «Wenn du tief verteidigst, muss dein Mittelfeld ultra-aggressiv angreifen. Weil wenn die gegnerischen Spieler 30, 35 Meter vor dem Tor Platz und Zeit haben, dann treffen fast alle Nationen auf der Welt die richtigen Entscheidungen und spielen die richtigen Pässe. Du musst pressen. Wenigstens dann im tiefen Block, wenn du es schon nicht schon vorne tust.»

Dies fehle ihm «ein bisschen bei der Mannschaft», so Hummels: «Es ist natürlich ein Thema der Einstudiertheit und des Wollens. Aber das ist ein bisschen einfach auch eine Charakterfrage. Es gibt mit Sicherheit auch deutsche Spieler, die das machen würden. Aber wir haben ein bisschen eine Mannschaft, die da zaghaft ist.»

Die Niederlage gegen Ecuador ändert nichts am Gruppensieg des DFB-Teams, das nun am nächsten Mittwoch in Boston auf einen der acht besten Gruppendritten trifft.

Der deutsche Kader bei der WM 2026

Position Spieler Verein Rückennummer
Tor Oliver Baumann TSG Hoffenheim 12
Tor Manuel Neuer FC Bayern München 1
Tor Alexander Nübel VfB Stuttgart 21
Defensive Waldemar Anton Borussia Dortmund 3
Defensive Nathaniel Brown Eintracht Frankfurt 18
Defensive Pascal Groß Brighton & Hove Albion 13
Defensive Joshua Kimmich FC Bayern München 6
Defensive Felix Nmecha Borussia Dortmund 23
Defensive Aleksandar Pavlovic FC Bayern München 5
Defensive David Raum RB Leipzig 22
Defensive Antonio Rüdiger Real Madrid 2
Defensive Nico Schlotterbeck Borussia Dortmund 15
Defensive Angelo Stiller VfB Stuttgart 16
Defensive Jonathan Tah FC Bayern München 4
Defensive Malick Thiaw Newcastle United 24
Offensive Nadiem Amiri Mainz 05 20
Offensive Maximilian Beier Borussia Dortmund 14
Offensive Leon Goretzka FC Bayern München 8
Offensive Kai Havertz FC Arsenal 7
Offensive Assan Ouedraogo RB Leipzig 25
Offensive Jamie Leweling VfB Stuttgart 9
Offensive Jamal Musiala FC Bayern München 10
Offensive Leroy Sane Galatasaray Istanbul 19
Offensive Deniz Undav VfB Stuttgart 26
Offensive Florian Wirtz FC Liverpool 17
Offensive Nick Woltemade Newcastle United 11

Julian Nagelsmanns Stationen als Cheftrainer

Zeitraum Team
2016 — 2019 1899 Hoffenheim
2019 — 2021 RB Leipzig
2021 — 2023 FC Bayern
2023 — heute Deutschland

By Callum Henshaw

Callum Henshaw, based in Bristol, England, is a sports journalist hooked on Juventus. From match breakdowns to transfer buzz, he delivers sharp, fan-focused takes on the Bianconeri.

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