Bei der deutschen Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Ecuador ging es nicht nur um Fußball — sondern auch um zwei Ballermann-Hits.
Jedes Turnier hat sein Lied: Bei der Heim-EM 2024 schwebte die deutsche Nationalmannschaft nach Siegen «völlig losgelöst» zu den Klängen von «Major Tom», diesmal wird sie zum «Zug ohne Bremse». Sowohl nach dem 7:1-Sieg gegen Curacao in Houston, als auch nach dem 2:1 gegen die Elfenbeinküste in Toronto lief der Ballermann-Hit «Der Zug hat keine Bremse» von Lorenz Büffel und Mia Julia direkt nach Abpfiff im Stadion. Spieler und Trainerteam lagen sich dabei jubelnd und tanzend in den Armen.
Die deutschen Fans haben das Lied längst voll angenommen und singen es durch Nordamerika. Bei der Fanparty in New York am Mittwochabend Ortszeit bildete sich zu «Der Zug hat keine Bremse» gleich zweimal eine Polonaise quer über den Times Square.
Die Interpretin Mia Julia soll sich derweil bereit erklärt haben, für die deutsche Nationalmannschaft live in den USA aufzutreten. Wann denn die Einladung folgt, wurde Deniz Undav bei einer Pressekonferenz gefragt — und seine Antwort verblüffte. «Ich kenne den Song nicht. Ich habe den noch nicht wahrgenommen», erklärte der Stürmer. Ziemlich überraschend, ob der Dauerpräsenz des Liedes und vor allem ob des Umstandes, dass es nach beiden DFB-Siegen im Stadion gespielt wurde. «Nach zwei Toren und mit dem entscheidenden Tor hatte ich da ganz andere Gedanken», sagte Undav.
Am Donnerstag um 22 Uhr geht es in East Rutherford vor den Toren New Yorks gegen Ecuador. Sofern das DFB-Team auch das dritte Gruppenspiel gewinnt, sollte der erneut als Joker eingeplante Undav ganz genau hinhören.
Julian Nagelsmann hört Hit von Buddy Ogün nur «unfreiwillig»

Bei der Pressekonferenz wurde aber nicht nur Undav auf einen Ballermann-Hit angesprochen, sondern auch Bundestrainer Julian Nagelsmann. Und zwar auf das ihm gewidmete Werk des Hamburger Komikers Buddy Ogün, in dem es unter anderem heißt: «Unser Mann, der alles nageln kann, heißt Julian Nagelsmann.»
Nagelsmann habe das Lied immerhin «schon einmal gehört», aber «unfreiwillig», wie er eilig hinterherschob, «weil mein Trainerteam es mir vorgespielt hat». Begeistert schien er nicht unbedingt gewesen zu sein. «Beim Text habe ich ab und zu mal weggehört», sagte Nagelsmann mit Blick auf zweideutige Textzeilen. «Aber wenn es zwei Leute freut am Ballermann, dann bin ich ganz froh darüber.»

