Nach ihren jüngsten europäischen Erfolgen lieferten sich der FSV Mainz 05 und der SC Freiburg ein zähes Duell, das Freiburg mit 1:0 für sich entschied. Dieser Sieg nährt die Hoffnungen des SC Freiburg auf weitere europäische Erfolge, während er die beeindruckende Serie von Mainz beendete.
Der SC Freiburg setzte sich im Duell der europäischen Träumer durch und sammelte weiteres Selbstvertrauen für den bevorstehenden europäischen Showdown. Die Mannschaft von Trainer Julian Schuster, die gute Chancen auf den Einzug ins Halbfinale der Europa League hat, gewann das Auswärtsspiel gegen den Europa-Conference-League-Teilnehmer FSV Mainz 05 mit 1:0. Das einzige Tor des Spiels erzielte Lucas Höler per Kopf in der 47. Minute, nach einer Vorlage von Matthias Ginter.
Mit diesem Sieg schloss Freiburg in der Tabelle wieder bis auf zwei Punkte an den Siebten, Eintracht Frankfurt, auf. Für Mainz bedeutete die Niederlage das Ende einer Serie von neun ungeschlagenen Spielen. In der Liga behalten die Mainzer einen Vorsprung von acht Punkten auf den Relegationsplatz und zwölf auf den 17. Tabellenplatz.
«Wir wussten, was für ein Spiel uns heute Abend in Mainz erwartet», sagte Vorbereiter Matthias Ginter mit lädierter Nase. «Wir können zufrieden sein, dass wir hier drei Punkte geholt haben. Es war nicht einfach, weil Mainz in den letzten Wochen gut drauf war. Wir sind heute sehr glücklich.»
Der Sportclub hatte am Donnerstag im Hinspiel des Europa-League-Viertelfinals beeindruckend den spanischen Klub Celta Vigo mit 3:0 besiegt. Mainz hingegen hatte sich gegen Racing Straßburg (2:0) durchgesetzt. Beide Teams stehen damit kurz vor ihrem ersten europäischen Halbfinale der Klubgeschichte.
Urs Fischer bremst weiterhin die Euphorie
Trainer Julian Schuster von Freiburg hatte vor dem Spiel betont, dass nur das Spiel gegen Mainz zähle und die jüngsten Erfolge für die aktuelle Motivation genutzt werden sollten. Sein Gegenüber, Urs Fischer, sah ebenfalls eine Gefahr in der Überheblichkeit: «Heute ist wieder Alltag, da geht es nach wie vor ums Überleben. Ich denke immer noch, es ist noch nichts geschafft.»
Auf dem Platz zeigten die beiden Mannschaften in der ersten Halbzeit ein eher gemächliches Spiel. Echte Höhepunkte waren rar, mit Ausnahme eines wuchtigen Distanzschusses von Stefan Posch (26.), den Freiburgs Torwart Noah Atubolu an den Pfosten lenkte.
Matthias Ginter bereitet Siegtreffer durch Lucas Höler vor
Nach der Halbzeit gewann das Spiel an Fahrt, was hauptsächlich den Gästen zu verdanken war. Kurz nach Wiederanpfiff fand ein langer Einwurf Matthias Ginter, der auf Höler ablegte und so dessen Kopfballtor vorbereitete.
Die Freiburger blieben am Drücker, und Torwart Daniel Batz musste gleich zweimal innerhalb weniger Augenblicke gegen einen Distanzschuss und einen Kopfball von Johan Manzambi retten (60.).
Die Mainzer gaben nicht auf und drängten auf den Ausgleich. Dominik Kohr verfehlte nach einer Ecke das Tor (63.). Ansonsten blieben die Versuche der Mainzer jedoch meist zu unkonkret. Bei der Rückkehr des Spielmachers Nadiem Amiri, der seit Ende Februar verletzungsbedingt ausgefallen war, brach bei den Mainzer Fans Jubel aus.

