Пн. Мар 23rd, 2026

Das Erbe von Sebastian Kehl bei Borussia Dortmund: Eine Bilanz seiner Zeit als Sportdirektor

Nach über zwei Jahrzehnten bei Borussia Dortmund verabschiedet sich Sebastian Kehl vom Verein. Was bleibt von seiner Zeit als Sportdirektor? Eine Bilanz seiner Amtszeit.

Die Nachricht, dass Sebastian Kehl den BVB mit sofortiger Wirkung verlässt und nicht länger Sportdirektor sein wird, überraschte Fußballdeutschland am Sonntagmittag. Kehl erklärte zu seinem Abschied: „Borussia Dortmund hat mich mein halbes Leben begleitet, und ich fühle eine extreme Verbundenheit zu diesem großartigen Klub. Dennoch sind wir gemeinsam zu dem Schluss gekommen, dass es an der Zeit ist, neue Wege zu gehen – sowohl für den BVB als auch für mich.“ Dieser sofortige Schritt wurde bewusst gewählt, um beiden Seiten genügend Zeit zur Neuorientierung bis zum Sommer zu geben. Es wurde spekuliert, dass Kehl als Sportvorstand zum Hamburger SV wechseln könnte, da er eine Führungsposition anstrebt, die in Dortmund vom umstrittenen Geschäftsführer Sport, Lars Ricken, besetzt ist.

Als Spieler prägte Kehl von 2002 bis 2015 die Ära des BVB entscheidend mit. Er gewann drei deutsche Meisterschaften (2002, 2011, 2012) und einen DFB-Pokal (2012) und hinterlässt das Erbe als Kapitän einer der erfolgreichsten Mannschaften unter der Trainerlegende Jürgen Klopp. Ab 2018 arbeitete Kehl zunächst als Leiter des Lizenzbereichs unter dem langjährigen Sportdirektor Michael Zorc, bevor er 2022 dessen Nachfolge antrat. Nun, gut dreieinhalb Jahre später, stellt sich die Frage: Welchen Einfluss hatte Sportdirektor Kehl beim BVB? Eine Bewertung seiner Amtszeit.

Kehl trat 2022 die Nachfolge von Michael Zorc an, als eine Ära beim BVB zu Ende ging. Dortmund hatte eine durchwachsene Saison hinter sich: Vizemeister hinter den Bayern, aber ein frühes Ausscheiden in der Champions League (als Dritter in einer machbaren Gruppe) und sofortiges Scheitern in der Europa-League-Zwischenrunde sowie im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den Zweitligisten FC St. Pauli. Daraufhin musste Trainer Marco Rose nach nur einem Jahr gehen. Edin Terzic, ein vertrautes Gesicht und DFB-Pokal-Sieger als Interimscoach 2020/21, sollte das Team wieder zum Erfolg führen. Die Entscheidung, erneut einen verdienten Ex-Spieler als Sportdirektor einzusetzen, war bewusst. Der damalige Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke äußerte sich zu Kehls Beförderung: „Er tritt natürlich in große Fußstapfen, aber wir sind überzeugt, dass Sebastian über das nötige Rüstzeug für diese Aufgabe verfügt.“

Kehls erste große Herausforderung als Sportdirektor im Sommer 2022 war die Suche nach einem Nachfolger für Erling Haaland, dessen 60-Millionen-Euro-Wechsel zu Manchester City bereits im Mai 2022 verkündet worden war. Die Aufgabe war komplex, da ein gleichwertiger Ersatz für den BVB unerreichbar schien. Sebastien Haller, für 31 Millionen Euro verpflichtet, war der zweitteuerste Neuzugang der Vereinsgeschichte (nach Ousmane Dembélé mit 35 Millionen Euro) und eine sinnvolle Wahl: Der damals 28-jährige Ivorer war in Topform, hatte in der Vorsaison elf Tore in acht Champions-League-Spielen für Ajax erzielt und sein Team zur niederländischen Meisterschaft geführt. Er hatte den BVB zudem in einem direkten CL-Duell mit einem Tor und zwei Assists beeindruckt und kannte die Bundesliga gut von seiner Zeit bei Eintracht Frankfurt. Tragischerweise wurde bei Haller im Sommer 2022 Hodenkrebs diagnostiziert, noch bevor er sein Debüt geben konnte. Kehl und das Team unterstützten Haller in dieser schweren Zeit bedingungslos und warteten geduldig auf seine Genesung. Haller, mittlerweile beim FC Utrecht, kämpfte sich nach monatelanger Leidenszeit zurück und spielte in der entscheidenden Phase der Beinahe-Meister-Saison eine wichtige Rolle, etwa mit zwei Toren beim vorentscheidenden 3:0-Sieg in Augsburg. Hätte er im traumatischen Saisonfinale gegen Mainz den Elfmeter verwandelt, wäre Kehl womöglich als der Mann gefeiert worden, der Dortmund zum Titel führte.

Sebastian Kehl holte mit Nico Schlotterbeck eine potenziell langfristige Identifikationsfigur des BVB

Es kam jedoch anders, und Haller konnte sich langfristig sportlich nicht beim BVB durchsetzen. Angesichts seiner Krankengeschichte ist dies jedoch zweitrangig; Kehls menschliche Unterstützung für Haller bleibt das Wichtigste. Kehls zweite große Aufgabe im Sommer war der Ersatz für den abwanderungswilligen Manuel Akanji. Rückblickend war es unglücklich, dass Akanji knapp ein Jahr später als Stammspieler mit Manchester City das Triple gewann, doch Kehl kann hier kein Vorwurf gemacht werden. Der BVB wollte Akanji halten, doch der Schweizer lehnte eine Vertragsverlängerung ab, um eine neue Herausforderung zu suchen. Kehl und das Team waren daher gezwungen, ihn im Sommer 2022 zu verkaufen, um eine Ablösesumme von 20 Millionen Euro zu erzielen – genau die Summe, die zuvor für Nico Schlotterbeck an den SC Freiburg überwiesen wurde. Obwohl Schlotterbeck bereits im Mai 2022 unterschrieb, als Zorc noch offiziell Sportdirektor war, war Kehl maßgeblich am Transfer beteiligt. Er überzeugte Schlotterbeck unter anderem mit seiner eigenen Geschichte: „Nicos Weg erinnert mich an meinen eigenen, denn auch ich kam als junger Nationalspieler in seinem Alter aus Freiburg zum BVB.“ Insbesondere da auch der FC Bayern München Interesse hatte, gilt Schlotterbeck als Volltreffer. Der heute 26-Jährige ist zu einer Identifikationsfigur in Dortmund aufgestiegen und neigt Berichten zufolge, trotz namhafter Interessenten, dazu, seinen Vertrag bis 2027 zu verlängern, um möglicherweise das Gesicht einer zukünftigen Titelmannschaft zu werden. Ebenfalls 2022 verpflichteten Zorc und Kehl Niklas Süle ablösefrei vom FC Bayern München, was als großer Coup gefeiert wurde, da Süle potenziell zu den besten deutschen Innenverteidigern gehört und Nationalspieler war. Trotz guter Phasen war Süle nach vier Jahren beim BVB eine Enttäuschung, da er die Erwartungen nicht erfüllen konnte und den Verein im Sommer ablösefrei verlassen wird.

Terzics Bärendienst für Kehl, der bis heute nachwirkt

Kehls erste eigenverantwortliche Transfers nach Zorcs Ära zeigten unterschiedliche Entwicklungen. Im Januar 2023 verpflichtete er Julian Ryerson für überraschend günstige fünf Millionen Euro von Union Berlin. Ryerson entwickelte sich dank seiner Konstanz und starker Standards zum wichtigen Unterschiedsspieler, was den Transfer zu einem absoluten Schnäppchen für den BVB machte. Julien Duranville hingegen, ein Versprechen für die Zukunft, konnte aufgrund häufiger Verletzungen sein Potenzial bisher nicht voll ausschöpfen und ist derzeit an den FC Basel ausgeliehen, wo er Spielpraxis sammelt. Die Hoffnung auf einen späteren Durchbruch beim BVB bleibt jedoch bestehen.

Im Sommer 2023 stand Kehl nach dem dramatisch verlorenen Meistertitel vor der Herausforderung, Jude Bellingham zu ersetzen, der für über 100 Millionen Euro zu Real Madrid wechselte. Rund 67 Millionen Euro davon sollten in die Kaderverstärkung fließen. Der Plan sah vor, die Last der Bellingham-Nachfolge auf mehrere Spieler zu verteilen, da ein direkter Ersatz in seiner Kategorie für Dortmund unerreichbar war. Kehl forcierte zunächst die Verpflichtung des mexikanischen Nationalspielers Edson Álvarez, eines klassischen „Sechsers“. Doch Trainer Edin Terzic bevorzugte Emre Can auf dieser Position, woraufhin der Deal scheiterte und Kehls Position öffentlich geschwächt wurde. Bis heute bleibt diese Position eine Baustelle im BVB-Kader, was Terzics Veto als Bärendienst erscheinen lässt.

Statt Álvarez wurde Felix Nmecha für 30 Millionen Euro als Bellingham-Ersatz geholt. Nach anfänglich durchwachsenen Leistungen hat sich Nmecha unter Niko Kovac zu einer Schlüsselfigur im Dortmunder Mittelfeld entwickelt und könnte auch im DFB-Team eine wichtige Rolle spielen. Kehl war auch für die Vertragsverlängerung des umworbenen Nmecha verantwortlich, der zusammen mit Schlotterbeck und anderen das Gerüst für eine erfolgreiche Zukunft bilden könnte. Als zweiter Bellingham-Nachfolger kam Marcel Sabitzer für 19 Millionen Euro vom FC Bayern, dessen Einfluss in seinen fast drei Jahren beim BVB jedoch selten die Erwartungen erfüllte. Zudem überzeugte Terzic Kehl wohl davon, im Sommer 2023 einen weiteren großgewachsenen Stürmer zu verpflichten. Niclas Füllkrug wurde geholt und lieferte eine solide Torquote, die unter anderem zum Einzug ins Champions-League-Finale beitrug. Mit seinem Wechsel zu West Ham United im Jahr 2024 (für 17,25 Millionen Euro geholt, für 27 Millionen Euro verkauft) erzielte der BVB sogar einen Transfergewinn. Dies wird zwar nicht als Kehls größter Erfolg in Erinnerung bleiben, war aber wirtschaftlich ein guter Deal.

Ein negativer Punkt in Kehls Bilanz 2023 war die Nachfolge von Raphael Guerreiro, der zum FC Bayern wechselte. Die Verpflichtung von Ramy Bensebaini als neuem Linksverteidiger, die Kehl angeblich vorantrieb, war trotz Bensebainis Qualitäten und seiner ablösefreien Ankunft aus Mönchengladbach ein Rückschritt im Vergleich zu Guerreiro. Zudem soll dem BVB damals Alejandro Grimaldo für die linke Seite angeboten worden sein. Dortmund verpasste diese Gelegenheit, und Grimaldo wechselte bekanntlich ablösefrei von Benfica zu Bayer Leverkusen, wo er in der folgenden Saison eine entscheidende Rolle beim Gewinn der Meisterschaft spielte. Kehls Entscheidung, im Januar 2024 Ian Maatsen auszuleihen, der Guerreiros Spielertyp wesentlich näherkam als Bensebaini, kann als stillschweigendes Eingeständnis gewertet werden. Maatsen erwies sich als Volltreffer, wurde sofort Stammspieler und trug maßgeblich zum Einzug ins Champions-League-Finale bei. Eine feste Verpflichtung Maatsens im Sommer 2024 konnte Dortmund jedoch ebenso wenig realisieren wie die von Jadon Sancho. Mit Sancho setzte Kehl sowohl sportlich als auch emotional einen Meilenstein: Er holte den Fan-Liebling per Leihe von Manchester United zurück zum BVB. Nach anfänglichen Schwierigkeiten steigerte sich Sancho stetig und begeisterte die Fans, musste aber nach einem halben Jahr wieder gehen.

BVB: Sebastian Kehls bittere Enttäuschung 2024

Das Frühjahr und der Sommer 2024 waren beruflich eine schwierige Zeit für Kehl. Es war kein Geheimnis, dass er nach Hans-Joachim Watzkes Rücktritt gerne die Position des Geschäftsführers Sport übernommen hätte. Im März 2024 erklärte Kehl im «Sport1-Doppelpass», dies wäre „ein logischer Schritt“ für ihn gewesen. Doch im Mai 2024 wurde stattdessen sein ehemaliger Mitspieler Lars Ricken, zuvor Nachwuchsleiter, zum neuen Sportchef befördert. Zusätzlich wurde Kehl Sven Mislintat, heute Sportvorstand bei Fortuna Düsseldorf, als neuer Partner in der sportlichen Führung zur Seite gestellt. Diese Konstellation war offenbar von Anfang an zum Scheitern verurteilt, führte schnell zu Meinungsverschiedenheiten und endete mit Mislintats vorzeitigem Abschied im Februar 2025.

Zu diesem Zeitpunkt war auch Nuri Sahin bereits wieder fort. Sahin, den Kehl gut aus gemeinsamen Spielerzeiten kannte, war Anfang 2024 als Co-Trainer unter Terzic zurückgeholt und ein halbes Jahr später zum Cheftrainer befördert worden. Kehl musste im Mai 2025 im «Sport1-Doppelpass» eingestehen: „Nuri hat sehr leidenschaftlich und sehr intensiv gearbeitet und sich total bemüht, aber die Dinge haben in einer gewissen Zeit nicht zusammengepasst.“ Sahin wurde bereits nach etwa einem halben Jahr entlassen, da der BVB nicht überzeugte und die Champions League zu verpassen drohte, obwohl Dortmunds Sommertransferfenster 2024 zuvor gelobt worden war.

Im Sommer 2024 kam Serhou Guirassy, der mit zweijähriger Verspätung den Mittelstürmer lieferte, der Haaland zumindest ansatzweise vergessen machen konnte. Kehl holte zudem die deutschen Nationalspieler Waldemar Anton, Maximilian Beier und Pascal Groß nach Dortmund. Obwohl Groß Anfang 2026 nach Brighton zurückkehrte, erwiesen sich alle diese Verpflichtungen rückblickend als gut; Anton, Beier und Guirassy zählen aktuell zu den Schlüsselspielern der Borussia. Beiers Leistungen ermöglichten den Verkauf von Donyell Malen an Aston Villa für 25 Millionen Euro Anfang 2025. Anton trat das schwierige Erbe von Vereinsikone Mats Hummels, der 2024 keinen neuen Vertrag erhielt, mehr als zufriedenstellend an. Guirassy liefert trotz gelegentlicher Schwächephasen zuverlässig Tore. Kehl gelang es auch, den Fehlgriff mit Sahin durch die Installation von Niko Kovac als Trainer zu korrigieren. Kovac sicherte Dortmund in der vergangenen Saison die Champions-League-Qualifikation, noticeably stabilisierte das Team merklich, und in dieser Spielzeit wird der BVB die Königsklassen-Qualifikation voraussichtlich souverän erreichen.

Dennoch gab es in den jüngsten Transferperioden auch Fehlgriffe, die Fragen aufwerfen. So ließ sich Dortmund bei der Leihe von Yan Couto von Manchester City im Sommer 2024 auf eine schnell erreichte Kaufpflicht ein. Der BVB musste für den Rechtsverteidiger, der in anderthalb Jahren selten konstant überzeugte und meist Rotationsspieler war, 25 Millionen Euro Ablöse zahlen. Im vergangenen Sommer kam Aaron Anselmino per Leihe vom FC Chelsea, um die Breite in der Innenverteidigung zu verstärken. Obwohl der Argentinier anfangs großes Potenzial zeigte, fiel er verletzungsbedingt immer wieder aus und musste nach wenigen Einsätzen im Winter zu Chelsea zurück und wurde weiter nach Straßburg verliehen. Ein echtes Desaster, zumal der BVB unter Kovac mit einer Dreierkette spielt und gelernte, einsatzbereite Innenverteidiger Mangelware sind. Möglicherweise profitieren die Dortmunder aber auch von diesem „großen Kaderplanungs-Fehler“ im Nachhinein. Der erst 18-jährige Luca Reggiani, der notgedrungen einspringen musste, zeigte sich als großes Zukunftsversprechen und wurde mit einer Vertragsverlängerung belohnt. Ebenfalls lobenswert war das Schnäppchen Daniel Svensson, der für nur acht Millionen Euro kam und sich als „Mr. Zuverlässig“ auf der linken Seite etablierte.

Des Weiteren gab es einige teure Transfers, für die der BVB Kehl in Zukunft noch dankbar sein könnte. Jobe Bellingham war im vergangenen Sommer ein absoluter Wunschspieler Kehls; die Borussia setzte sich gegen namhafte Konkurrenz durch und zahlte 30,5 Millionen Euro. Nach anfänglich schwierigen Monaten zeigte der 20-Jährige zuletzt immer häufiger sein enormes Potenzial, steigerte seine Einsatzzeit, Stabilität und seinen Mehrwert für das Team. An ihm könnte Dortmund in den kommenden Jahren viel Freude haben. Dies gilt potenziell auch für Fabio Silva, der als Backup und möglicher Nachfolger von Guirassy aus Wolverhampton kam, sowie für Carney Chukwuemeka, der immer wieder Ansätze seiner herausragenden Anlagen zeigt. Sollte Chukwuemeka dauerhaft verletzungsfrei bleiben, könnte sich Kehls hartnäckige Bemühung, ihn fest vom FC Chelsea zum BVB zu lotsen, ausgezahlt haben.

Wer auch immer Kehls Nachfolger wird: Sollte nach Nmecha auch Schlotterbeck seinen Vertrag verlängern, hinterlässt Kehl einen Kader mit viel Qualität und Substanz, der mit gezielten Verstärkungen ehrgeizige Ziele verfolgen kann. Die Entscheidung, die Verträge von Julian Brandt, Salih Özcan und Süle nicht zu verlängern, erfordert einen kleinen strukturellen Umbruch. Dortmund sollte sich bei Neuverpflichtungen zunächst auf einen Unterschiedsspieler als Ersatz für Brandt und einen weiteren Innenverteidiger konzentrieren, der die defensive Breite sichert und die Qualität im Abwehrzentrum verbessert, idealerweise mehr als Süle zuletzt. Weitere Maßnahmen hängen von den ausstehenden Entscheidungen bezüglich Topspielern wie Karim Adeyemi oder Guirassy ab.

Sebastian Kehls Karriere als Spieler und Funktionär

Zeitraum Rolle Verein
1998 bis 2000 Spieler Hannover 96
2000 bis 2002 Spieler SC Freiburg
2002 bis 2015 Spieler Borussia Dortmund
2018 bis 2022 Leiter Lizenzbereich Borussia Dortmund
2022 bis März 2026 Sportdirektor Borussia Dortmund

Sebastian Kehl’s Enduring Legacy at Borussia Dortmund: A Retrospective on His Impact as Sporting Director

After more than two decades at Borussia Dortmund, Sebastian Kehl bids farewell to the club. What remains of his tenure as Sporting Director? This article provides an overview of his time in office.

The news that Sebastian Kehl was leaving BVB with immediate effect and would no longer serve as Sporting Director surprised German football on Sunday afternoon. Kehl commented on his departure, stating: «Borussia Dortmund has been a part of my life for half my life, and I feel an extreme connection to this great club. Nevertheless, we have jointly come to the conclusion that it is time to pursue new paths – both for BVB and for myself.» This immediate step was deliberately chosen to give both parties ample time for reorientation before summer. There had been speculation that Kehl might move to Hamburger SV as Sporting Executive, reportedly seeking a top leadership role, which at Dortmund is occupied by the somewhat controversial Managing Director for Sport, Lars Ricken.

As a player, Kehl significantly shaped BVB’s era from 2002 to 2015. He won three German championships (2002, 2011, 2012) and one DFB-Pokal (2012), leaving a legacy as captain of one of the most successful teams under coaching legend Jürgen Klopp. From 2018, Kehl initially worked as Head of Licensed Player Department under long-serving Sporting Director Michael Zorc before succeeding him in 2022. Now, over three and a half years later, the question arises: What was Sporting Director Kehl’s impact at BVB? A review of his time in office.

Kehl took over from Michael Zorc in 2022, marking the end of an era at BVB. Dortmund had just concluded a mixed season: runners-up behind Bayern, but an early exit from the Champions League (finishing third in a manageable group), immediate elimination in the Europa League intermediate round, and a DFB-Pokal round of 16 defeat to second-division side FC St. Pauli. Consequently, coach Marco Rose had to leave after only one year. Edin Terzic, a familiar face who had won the DFB-Pokal as interim coach in 2020/21, was tasked with guiding the team back to success. The club consciously decided to appoint another deserving former player as Sporting Director. Then-CEO Hans-Joachim Watzke commented on Kehl’s promotion: «He is, of course, stepping into big shoes, but we are convinced that Sebastian possesses the necessary tools for this role.»

Kehl’s first major challenge as Sporting Director in the summer of 2022 was finding a successor for Erling Haaland, whose €60 million move to Manchester City had been announced in May 2022. This was a complex task, as an equivalent replacement for BVB seemed unattainable. Sebastien Haller, acquired for €31 million, became the club’s second-most expensive signing (after Ousmane Dembélé at €35 million) and a logical choice: the then 28-year-old Ivorian was in peak form, having scored eleven goals in eight Champions League games for Ajax the previous season and led his team to the Dutch championship. He had also impressed BVB directly in a CL encounter with a goal and two assists and was well-acquainted with the Bundesliga from his time at Eintracht Frankfurt. Tragically, Haller was diagnosed with testicular cancer in the summer of 2022 before he could make his debut. Kehl and the team unconditionally supported Haller during this difficult period, patiently awaiting his recovery. Haller, now active at FC Utrecht, fought his way back to top form after months of suffering and played a crucial role in the decisive phase of the near-championship season, for example, with two goals in the pivotal 3-0 victory in Augsburg. Had he converted the penalty in the traumatic season finale against Mainz, Kehl might have been hailed as the man who brought Dortmund the title.

Sebastian Kehl brought in Nico Schlotterbeck, a potentially long-term figurehead for BVB

However, things turned out differently, and Haller could not establish himself as a long-term sporting success at BVB. Given his medical history, this is secondary; Kehl’s human support for Haller remains paramount. Kehl’s second major task that summer was replacing the departing Manuel Akanji. In retrospect, it was unfortunate that Akanji went on to win the Champions League, Premier League, and FA Cup triple as a starter with Manchester City just under a year later, but Kehl cannot be blamed here. BVB wanted to keep Akanji, but the Swiss player rejected a contract extension to seek a new challenge. Kehl and the team were thus forced to sell him in the summer of 2022 to secure a transfer fee of €20 million – precisely the sum previously paid to SC Freiburg for Nico Schlotterbeck. Although Schlotterbeck signed in May 2022, when Zorc was officially still Sporting Director, Kehl was significantly involved in the transfer. He convinced Schlotterbeck, partly by drawing parallels to his own career: «Nico’s path reminds me of my own, as I too came to BVB from Freiburg as a young national player at his age.» Especially since FC Bayern Munich also reportedly showed interest, Schlotterbeck is considered an an absolute hit. The now 26-year-old has become a key figure in Dortmund and, despite interest from prominent clubs, is reportedly leaning towards extending his contract until 2027, potentially becoming the face of a future title-winning team. Also in 2022, Zorc and Kehl signed Niklas Süle on a free transfer from FC Bayern Munich, which was celebrated as a major coup, as Süle potentially ranks among the best German central defenders and was a national team player. Despite having good phases at BVB, Süle was ultimately a disappointment after four years in black and yellow, as he could not meet expectations and will leave the club on a free transfer in the summer.

Terzic’s Disservice to Kehl, Still Resonating Today

Kehl’s first independent transfers after Zorc’s era showed mixed developments. In January 2023, he signed Julian Ryerson from Union Berlin for a surprisingly low €5 million. Ryerson developed into a crucial difference-maker due to his consistency and strong set-pieces, making the transfer an absolute bargain for BVB. Julien Duranville, a promise for the future, has so far been unable to fully exploit his potential due to frequent injuries and is currently on loan at FC Basel, gaining match practice. However, the faint hope for a later breakthrough at BVB persists.

In the summer of 2023, after the dramatically lost championship title, Kehl faced the challenge of replacing Jude Bellingham, who moved to Real Madrid for over €100 million. Around €67 million of this was earmarked for squad reinforcement. The plan was to distribute the burden of Bellingham’s succession among several players, as a direct replacement of his caliber was unattainable for Dortmund. Kehl initially pushed for the signing of Mexican international Edson Álvarez, a classic defensive midfielder. However, coach Edin Terzic preferred Emre Can in this position, causing the deal to collapse and Kehl’s position to be publicly weakened by the revelations. To this day, this position remains a squad weakness at BVB, making Terzic’s veto seem like a disservice.

Instead of Álvarez, Felix Nmecha was signed for €30 million as Bellingham’s replacement. After initially inconsistent performances, Nmecha has developed into a key figure in Dortmund’s midfield under Niko Kovac and could also play an important role in the German national team. Kehl was also responsible for extending the contract of the sought-after Nmecha, who, along with Schlotterbeck and others, could form the backbone of a successful future. As the second pillar of Bellingham’s legacy, Marcel Sabitzer arrived from FC Bayern for €19 million, though his impact in his almost three years at BVB rarely met expectations. Furthermore, Terzic seemingly persuaded Kehl to sign another tall striker in the summer of 2023. Niclas Füllkrug was brought in and delivered a respectable goal tally, contributing among other things to reaching the Champions League final, which they lost to Real Madrid. With his transfer to West Ham United in 2024 (signed for €17.25 million, sold for €27 million), BVB even made a transfer profit. While this will not be remembered as Kehl’s greatest success, it was economically a good deal.

A negative point in Kehl’s 2023 balance sheet was the succession of Raphael Guerreiro, who moved to FC Bayern. The signing of Ramy Bensebaini as the new left-back, which Kehl reportedly pushed for, was a downgrade compared to Guerreiro, despite Bensebaini’s qualities and his free transfer from Mönchengladbach. Furthermore, BVB was reportedly offered Alejandro Grimaldo for the left side at the time. Dortmund missed this opportunity, and Grimaldo famously moved on a free transfer from Benfica to Bayer Leverkusen, where he played a crucial role in winning the championship the following season. Kehl’s decision to loan Ian Maatsen in January 2024, who was much closer to Guerreiro’s playing style than Bensebaini, can be seen as a tacit admission. Maatsen proved to be a complete success, immediately becoming a starter and playing a significant part in reaching the Champions League final. However, Dortmund could not afford a permanent signing of Maatsen in the summer of 2024, nor could they secure Jadon Sancho. With Sancho, Kehl achieved both a sporting and emotional milestone: he brought the fan favorite back to BVB on loan from Manchester United. After an initial adjustment period, Sancho steadily improved and thrilled the fans, but had to leave again after half a year.

BVB: Sebastian Kehl’s Bitter Disappointment in 2024

Spring and summer 2024 proved to be a professionally challenging period for Kehl. It was no secret that he had hoped to take over the position of Managing Director for Sport after Hans-Joachim Watzke’s retirement. In March 2024, Kehl stated on «Sport1-Doppelpass» that this would have been «a logical step» for him. However, in May 2024, his former teammate Lars Ricken, previously Head of Youth Development, was instead promoted to the new Sporting Director. Furthermore, Sven Mislintat, now Sporting Director at Fortuna Düsseldorf, was appointed as a new partner in sporting responsibility alongside Kehl. This arrangement appeared doomed from the start, quickly led to disagreements, and culminated in Mislintat’s premature departure in February 2025.

By that time, Nuri Sahin had also already left. Sahin, whom Kehl knew well from their time as players, had been brought back to the club as an assistant coach under Terzic in early 2024 and promoted to head coach six months later. Kehl had to admit in May 2025 on «Sport1-Doppelpass»: «Nuri worked very passionately and intensely and tried very hard, but things just didn’t fit together for a certain period.» Sahin was dismissed after only about half a year, as BVB was consistently unconvincing and threatened to miss out on the Champions League, despite Dortmund’s summer 2024 transfer window having been previously praised.

In the summer of 2024, Serhou Guirassy arrived, finally providing the center-forward who could at least partially make people forget Haaland, albeit two years later. Kehl also brought German internationals Waldemar Anton, Maximilian Beier, and Pascal Groß to Dortmund. Although Groß returned to Brighton in early 2026, all these signings proved to be good in retrospect; Anton, Beier, and Guirassy are currently among Borussia’s key players. Beier’s performances enabled the sale of Donyell Malen to Aston Villa for €25 million in early 2025. Anton more than satisfactorily took on the difficult legacy of club icon Mats Hummels, who did not receive a new contract in 2024. Guirassy reliably delivers goals despite occasional inconsistencies. Kehl also managed to rectify the misjudgment with Sahin by installing Niko Kovac as coach. Kovac ensured Dortmund secured Champions League qualification last season, noticeably stabilized the team, and this season, BVB is expected to achieve qualification for Europe’s premier competition with relative ease.

Nevertheless, recent transfer periods also saw missteps that still raise questions. For example, Dortmund agreed to a swiftly triggered buy obligation for Yan Couto on loan from Manchester City in the summer of 2024. BVB had to pay a total of €25 million for the right-back, who rarely consistently impressed in his year and a half in Westphalia and was mostly a rotation player. Last summer, Aaron Anselmino arrived on loan from Chelsea to provide depth in central defense. Although the Argentine initially showed great potential, he was repeatedly sidelined by injuries and, after only a few appearances, had to return to Chelsea in winter and was further loaned to Strasbourg. A real disaster, especially considering that BVB plays with a back three under Kovac, and trained, available central defenders are now a rare commodity in the BVB squad. However, Dortmund might yet benefit from this «major squad planning error» in hindsight. The 18-year-old Luca Reggiani, who had to step in out of necessity, presented himself as a great promise for the future and was rewarded with a contract extension. Also commendable was the bargain signing of Daniel Svensson, for whom Dortmund paid only eight million euros, and who established himself as «Mr. Reliable» on the left side.

Furthermore, there were some rather expensive transfers for which BVB could still be very grateful to Kehl in the future. Jobe Bellingham, for instance, was one of Kehl’s absolute desired players last summer; Borussia prevailed against prominent competition and ultimately paid a transfer fee of €30.5 million. Bellingham’s first months at BVB were marked by problems and mostly unsatisfactory performances, but the 20-year-old’s potential is enormous – and has recently become increasingly evident. Bellingham’s playing time has increased, as has his stability and his added value for the team. Dortmund could have a lot of joy with this young man in the coming years. This also potentially applies to Fabio Silva, who arrived from Wolverhampton as a backup and possible long-term successor to Guirassy, as well as for Carney Chukwuemeka, who repeatedly shows glimpses of his outstanding abilities. Should Chukwuemeka remain permanently injury-free, Kehl’s persistent efforts to bring him permanently from Chelsea to BVB might have paid off.

Whoever succeeds Kehl, if Schlotterbeck extends his contract after Nmecha, Kehl leaves behind a squad with significant quality and substance, capable of pursuing ambitious goals with targeted reinforcements. The decision not to extend the contracts of Julian Brandt, Salih Özcan, and Süle necessitates a minor structural overhaul. Dortmund should initially focus its new signings on a difference-maker to replace Brandt and another central defender who can ensure defensive depth and ideally improve the quality in central defense more than Süle recently did. Further actions depend on the outstanding decisions regarding top players like Karim Adeyemi or Guirassy.

Sebastian Kehl’s Career as Player and Official

Period Role Club
1998 to 2000 Player Hannover 96
2000 to 2002 Player SC Freiburg
2002 to 2015 Player Borussia Dortmund
2018 to 2022 Head of Licensed Player Department Borussia Dortmund
2022 to March 2026 Sporting Director Borussia Dortmund

By Callum Henshaw

Callum Henshaw, based in Bristol, England, is a sports journalist hooked on Juventus. From match breakdowns to transfer buzz, he delivers sharp, fan-focused takes on the Bianconeri.

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