Viel Lob und eine besondere Statistik: Johan Manzambi entwickelt sich nach seinem nächsten bärenstarken Auftritt für die Schweiz im abschließenden WM-Gruppenspiel gegen Co-Gastgeber Kanada (2:1) zu einem der Stars dieser Endrunde.
Manzambi lieferte direkt nach Wiederanpfiff mit einer starken Hereingabe von der rechten Seite die Vorlage für den Führungstreffer von Ruben Vargas (46.). Elf Minuten später vollstreckte der Bundesligaspieler des SC Freiburg selbst per Rechtsschuss mit etwas Glück zum zwischenzeitlichen 2:0.
Dank dieser beiden Scorerpunkte reiht sich der 20-Jährige nun in eine illustre Runde ein: Manzambi ist laut Opta nach Thomas Müller (2010, 8) und Kylian Mbappe (2018, 4) erst der dritte U21-Spieler, der es bei einer Weltmeisterschaft auf vier direkte Torbeteiligungen bringt.
Im Duell mit den Kanadiern in Vancouver durfte Manzambi dabei erstmals von Anfang an ran. Nach seinem überragenden Auftritt als Joker mit zwei Toren in 19 Minuten Einsatzzeit gegen Bosnien-Herzegowina (4:1) beorderte ihn Cheftrainer Murat Yakin in seine Startformation. Manzambi startete im 4-2-3-1 der Eidgenossen im offensiven Mittelfeld und durfte durchspielen. Nicht nur wegen seiner Scorerpunkte gehörte er zu den auffälligsten Spielern auf dem Feld.
4- Johan Manzambi ist in diesem Jahrhundert erst der dritte U21-Spieler mit 4+ Torbeteiligungen (3 Tore, 1 Vorlage) bei einer FIFA-Weltmeisterschaft, nach Kylian Mbappé 2018 (4) und Thomas Müller 2010 (8).
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— OptaFranz (@OptaFranz) June 24, 2026
Robin Gosens lobt Johan Manzambi

Viel Lob gab es für Manzambi von Robin Gosens. Der Fiorentina-Abwehrspieler sagte als TV-Experte in der ARD, es sei herausragend, wie «Manzambi immer wieder die Tiefe attackiert. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, das ist absolut eklig für die Verteidiger.» Manzabi habe nun einen «Flow», dank dem auch semi-gute Abschlüsse wie beim Tor am Mittwochabend den Weg ins Netz fänden, so Gosens.
Manzambi steht nun bei sechs Treffern in 15 Länderspielen. Er schraubt mit seinen Auftritten auf der größten aller Bühnen seinen Marktwert immer weiter in die Höhe. Eine komfortable Situation für den SC Freiburg, wo der vielseitige Rechtsfuß nach einer Verlängerung auf den Tag genau vor einem Jahr noch bis 2030 unter Vertrag steht.
Die Breisgauer hatten ihn Anfang 2023 aus der U18 von Servette Genf verpflichtet. Seit 2024 ist er Teil des Profikaders und absolvierte in der erfolgreichen abgelaufenen Saison 47 Pflichtspiele. Dabei markierte er sieben Tore und lieferte neun Vorlagen.
Thomas Müller empfiehlt dem FC Bayern Johan Manzambi

Manzambis Qualitäten fielen kürzlich auch Rio-Weltmeister Thomas Müller auf. Der MagentaTV-Experte sagte nach dem zweiten Gruppenspiel gegen die Bosnier über den Offensivspieler: «Das ist für mich einer, den sich auch der FC Bayern mal genauer anschauen sollte.» Mats Hummels, ebenfalls Experte und Abwehrikone bei Borussia Dortmund, ergänzte: «Oder der BVB.»
Müller schwärmte dann: «Man spürt seine Flexibilität, seine Unbekümmertheit. Gleichzeitig siehst du in seinen Aktionen schon eine gewisse Reife in der Entscheidungsfindung, die Arbeitsmoral stimmt. Er ist in Freiburg ja auch in einem Team, in dem richtig geschuftet wird. Ich finde seine Entwicklung sehr, sehr gut.»
Längst wird Manzambi angesichts seiner hervorragenden Entwicklung mit Klubs aus dem obersten Regal in Verbindung gebracht. Die Schweizer Zeitung Blick berichtete im März von einem angeblichen Interesse der Bayern und von Paris Saint-Germain. Auch der BVB soll Manzambi genau im Blick haben, zudem werden Real Madrid und Manchester United gehandelt.
Erstmal aber hat Manzambi bei der Weltmeisterschaft weiter Gelegenheit, sich in den Vordergrund zu spielen. Die Schweiz steht als Gruppensieger im Sechzehntelfinale, hat nun eine Woche Pause und trifft dann erneut in Vancouver auf einen der besten Gruppendritten.

